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Carl Freiherr Ritter von Heine

Er wurde als Carl Freiherr Ritter von Heine in Cannstadt bei Stuttgart geboren. Er entstammt der berühmten Heine-Familie. Der Großvater Johann Georg Heine war der erste Instrumentenmacher der Chirurgie und Orthopädiemechaniker, sein Vater und seine Onkel haben sich laut damaliger Beschreibung "unsterbliche Verdienste" um die Orthopädie erworben. Heine studierte in Tübingen und Würzburg. Nach dem Studium reiste er und studierte weiter in Paris, London, Edinburgh, Glasgow und Dublin. Während des deutsch-dänischen Krieges sammelte er Erfahrungen in einem preußischen Feldspital und veröffentlichte diese in einer Arbeit über Schußverletzungen der unteren Extremitäten. 1865 habilitierte er sich in Heidelberg und übernahm 3 Jahre später die Klinik, nachdem sein Chef Otto Weber an Diphterie verstorben war. Ein Jahr später nahm er den Ruf nach Innsbruck als Erster Lehrkanzelinhaber an. Seine Wirkungsstätte war noch der Erste Stock des Spitalbaues am Marktgraben. Hier entstanden seine berühmten Beiträge zum Handbuch Pitha-Billroth über den Hospitalbrand. Er wurde österreichischer Staatsbürger und vom Kaiser geadelt. 1873 erhielt er den Auftrag, die 2. Chirurgische Klinik in Prag ins Leben zu rufen. Unter seinen Arbeiten waren viel gelesene Beiträge über den Anus praeter naturalis, die Prostatahypertrophie, die Resektion des Kehlkopfes bei Larynxstenosen und die operative Beseitigung von Pseudoarthrosen. Prof. von Heine starb 1877 - 40 jährig - in Prag, auch er ein Opfer der Diphterie. Er hinterließ der Prager medizinischen Fakultät eine seinen Namen tragende Sammlung von anatomischen Präparaten.